Kanzlei Schneckener
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Rechtsanwälte und Fachanwälte

Opferentschädigung

Wer Opfer einer vorsätzlichen Gewalttat wurde und dadurch eine gesundheitliche Schädigung erleidet, kann einen Anspruch auf Opferentschädigung geltend machen. Dies gilt auch für Hinterbliebene von Personen, die infolge der Gewalttat verstorben sind. Ziel ist, die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen solcher Taten auszugleichen. Ansprechpartner sind die Landesämter für Soziales und Versorgung (in Berlin kurz: LAGeSo).

Voraussetzung eines Versorgungsanspruchs nach dem OEG ist das Eintreten einer gesundheitlichen Schädigung durch einen vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriff gegen seine eigene oder eine andere Person oder durch dessen rechtmäßige Abwehr (§ 1 I OEG), also Notwehr oder Nothilfe.

Erfasst werden vorsätzliche Körperverletzungen und Tötungshandlungen; auch ein sexueller Missbrauch oder eine Vergewaltigung fallen ggf. in den Anwendungsbereich des OEG.

Der Umfang der zu gewährenden Versorgungsleistungen richtet sich jeweils nach dem Umfang der gesundheitlichen bzw. wirtschaftlichen Folgen, wobei die gesundheitlichen Schäden mit dem sogenannten Grad der Schädigung (GdS) erfasst werden.

Als Versorgungsleistungen kommen neben Heilbehandlungen bspw. auch Renten in Betracht. Für die Höhe der Leistungen kommt es auf die Höhe des GdS an.

Für eine fachspezifische Beratung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.